Der Wilhelm-Limpert-Verlag wurde 1921 in Dresden gegründet und ist der älteste deutsche Sportverlag. Verlagsgründer war mit Wilhelm Limpert ein aktiver Turner.

Das Programm des Limpert-Verlags umfasste von Beginn an vorwiegend Trainingsliteratur und Bildbände zum Sport, aber auch touristische, politische und kulturelle Themen, z. B. zum Leben und Wirken von Matthäus Daniel Pöppelmann und Otto Gussmann sowie zum Thema Esperanto. Limpert schuf Erinnerungsbände zum Jubiläum sächsischer Firmen und Werbedrucke für den sächsischen Tourismus.

Während der Nazizeit besaß Limpert in Berlin eine Filiale und engagierte sich stark im nationalsozialistischen Sinne. Limpert publizierte über die Berliner Olympiade 1936, aber auch über Turnvater Jahn. Ab dem 1. April 1938 verlegte Limpert vierteljährlich die Olympische Rundschau. Sie war das Organ des von Nazideutschland mit Befürwortung durch das IOC gegründeten Internationalen Olympischen Instituts und damit der offizielle Nachfolger der Olympischen Revue von Coubertin.

Nach 1945 zog der Verlag zunächst nach Frankfurt, dann nach Bad Homburg und Wiesbaden. Seit 1999 ist der Verlagssitz Wiebelsheim im Hunsrück.

Abbildung (links) Anzeige im Adressbuch 1925

Abbildung (rechts): Werbegrafik von Bruno Gimpel

Abbildungen (rechte Spalte): Werbegrafiken von Kurt Fiedler

Arbeiten von Kurt Fiedler für Limpert